timeout

Ein Ausweg scheint versperrt
Tausend andre schließen sich
Ich schmeiß mich um, geb' auf
verkrieche mich, komm nicht mehr raus
es ist  vollbracht
ihr habt es doch geschafft
aus mir ein Nichts, ein Nichts gemacht

Ich weiß, es sollt mich nicht berühren
ich weiß, ich hielt es lang so aus
doch wenn man täglich hört
was man nicht ist
eines Tages dann, ändert sich das Ist und Ich

6.5.08 17:52, kommentieren

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Loch

Sie irrte durch die unbedeutende Gegend, ein paar Bäumchen, viel Wiese und ein bisschen Natur. Ein bisschen Stille und keine Menschen. Und eigentlich war es kein Irren. Es war Umhergehen, gedankenverlorenes Streunen, Suche nach Krankheit. Sie spürte es wieder in sich, das etwas nicht stimmte. Eine höhere Leere gegen die sie nichts tun konnte, die schon immer da war und die dem menschlichen Leben wohl angehörte. Viele nahmen sie wohl nicht wahr - nur am Rande - weil sie es nicht wollten, obwohl sie direkt von ihr umgeben waren, der Leere, der Sinnwidrigkeit. Doch als sie dann zurückkehrten in eine Welt, die zur Ablenkung diente, da taten sie es als depressive Phase ab. Vielleicht die Pubertät, falsche Ernährung, schlechte Freunde oder körperlicher Schmerz. Sie schoben es von sich, ignorierten das Gefühl und stürzten sich ins Leben. Das heißt, in Ablenkung, vielleicht erfundene Werte, oder bereits Gegebene. Verfolgten Ziele die man ihnen vorgab, die sie als ihre eigenen sahen. So lebten viele und ignorierten das Falsche daran, der Grund für ihre Unzufriedenheit musste ein anderer sein, redeten sie sich ein. - Vielleicht bekamen sie nicht genug? Wohl waren es die nicht erbrachten Leistungen, das schlechte Essen und der hässliche Winter. Irgendwie so was. So lebten sie und strebten nach Perfektion die nie zu erreichen war. Der falsche Weg. Den aber keiner sah. Natürlich war es stets der Richtige, natürlich! Man war nur nicht gut genug ihn ordentlich zu gehen. Nein nein, es ist der falsche Weg den alle gehen. Auch ich. Doch wenn man weiter suchte...
.

Ablenkung. - Die Enttäuschung darüber, wenn etwas scheiterte, eingeredet, erwünscht, Beschäftigung. Und auch Abneigung, Verlustangst und Kälte, wie Fröhlichkeit, Humor, Zuneigung. Auch die Freude, all die Gefühle. - Keines dieser Gefühle war in der Lage bestandhaft zu sein, nichts was von Dauer wäre, denn wenn die Verzweiflung kam, so schwanden sie alle gemeinsam. Alle machten sie gemeinsam kehrt. Das war die wirkliche Leere. Nichts war mehr da. Schlimmer als eines aller denkbaren Gefühle, egal welches. Nur nicht so. Kein Verlass mehr. Übergeordnete Leere, mit der es sich wohl abzufinden bedeutete.
.

Das Positive war, dass es geht. Selbst wenn man sie erkannte. Es geht, wenn die Ablenkung das gegebene Loch ersetzen kann. Dann geht es, dann ging es mir gut. Gut gehts dann. Nur dann.
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Doch dann, wenn sie wieder durch die unbedeutende Gegend irrte, wenn es mehr ein Umhergehen war, ein gedankenloses Umherstreunen, wenn sie nach Krankheit suchend war. Dann fand sie die Krankheit, die wohl auch gegeben war. Die nur kaum einer sah und von der es abzulenken galt. Und hier wollte sie selbst ablenken, an diesem Punkt, hier wollte sie selbst sich der Illusion hingeben, es ignorieren. So wie die anderen, wenn sie sich beschäftigten um der Leere zu entgehen. Was sie zwar verstehen konnte doch immer verurteilt hatte. Hier war sie selbst so, sie ignorierte das Kranke und lenkte davon ab in dem sie viele neue kleine Krankheiten schuf. Es musste wohl so sein.

1 Kommentar 12.4.08 23:06, kommentieren

10.4.08 14:43, kommentieren

Gottesblick

 Gerne verfiel sie in Regungslosigkeit, sie tat es oft, sie hatte die Vision man hätte ihre Bewegungen angehalten. Ihren Geist aus der Zeit gerissen, ihre Person der Welt entzogen. Sie stellte sich vor das System würde ohne sie weiterlaufen. Sie wäre gar nicht mehr existent, und auch die anderen könnten ihre Regungslosigkeit, ihre Nicht-Präsenz gar nicht wahrnehmen. Der einzige Fehler der sich eingeschlichen hatte, war, dass sie die Welt um sich herum noch wahrnahm, dass sie selbst Beobachter war, nur eingreifen konnte sie nicht. Wollte sie auch nicht. Still und unsichtbar war mehr herauszuholen, mehr zu erfahren, von dieser nun seltsam beleuchtenden Welt. Eine komische Perspektive. Sie wurde zu einem Wesen, weniger als das, zu einem Ding, das wohl noch dachte, aber diese Gedanken nicht zuordnen, nicht beurteilen konnte. Ein Objekt mit menschlicher Wahrnehmung, aber mathematischem Verstand. Etwas was nicht zusammen passte, eine analytische Denkweise, zusammen mit ursprünglicher menschlicher Wahrnehmung. Es war paradox, und sie konnte so viel sehen, was sie sonst nicht sah. Sie konnte so viel weniger tun, als das was sie bisher tat. Die Welt war viel größer als es sonst schien, viel komplexer als geahnt. Sie war so vielseitig, doch sinnloser. Sie war nutzlos und gigantisch. Voller unverständlicher Zusammenhängen und gesetzmäßigen Abläufen. Bizarre Formen, es war verwirrend und abartig, sie konnte nicht darüber urteilen, unbekannte Normen. Es war fantastisch, sie konnte den Zweck nicht erkennen, und sie suchte nicht danach, sie war nur nüchterner Beobachter. Sie war in Regungslosigkeit. Doch gerne verfiel sie in Regungslosigkeit.

16.3.08 21:36, kommentieren

blablabla

001. Name -  Sina

002. Spitzname – Sins, Sinchen, Sinalein, Gottik Haus, meine walküre^^, tetsugaku onna
003. Single oder Vergeben? – chronisch single
004. Sternzeichen - Jungrau
005. Männlich oder Weiblich? – weibchen
006. Wohnort –  Midgard, möchte-gern-asgard-bewohnering
007. Schule – Schloss.
008. Haarfarbe – aschblond
009. Lang/Kurz – länglich
010. Gesundheitsfreak – niemals
011. Größe – 1,70
012. In irgendjemand verknallt – ich doch nicht
013. Magst du dich selbst? - ja, weitgehend
014. Piercings – ich doch nicht
015. Tattoo's – auch das nich
016. Rechts oder Links -  was weiß denn ich von der politik und den unsinnigkeiten da draußen?
017. Augenfarbe – solche fragen sind da doch gleich viel besser: blau
018. Schuhgröße – 39 vllt
019. Geschwister? – nein
020. Dumm oder intelligent? – intelligent
021. Brav oder böse? – ich bin eine evil trve satanistin.
____
022. Erste OP –  hat ich glaub nie

023. Erstes Piercing – "
024. Erste/r beste/r Freund/in – kindergarten, 14.96.1994
025. Erste Auszeichnung – ich glaub das war ein pseudo-oskar dafür dass ich freiwillig in der Türkei auf einer kleinen Bühne mit aber großem Publikum eine Nonne gespielt hab.
026. Erster Sport – Im Verein wars Basketball
027. Erstes Haustier – Meerschweinchen Wuschel RIP usw.
028. Erster Urlaub – Türkei
029. Erstes Konzert – war nie auf nem gscheiden
030. Erstes Mal richtig verliebt – einst.
____
031. Essen – Christ mit Satanist überbacken
032. Trinken – schweigendes Wasser
033. Was ich als nächstes tun werde... – frage 34 beantworten
034. Stimmung: mäßig bis unerfüllt und leer
035. Was ich anhab – hose und oberteil. auch unterwäsche und socken.

036. Kinder – haben keinen sinn für ideale.

037. Heiraten – niemals
038. angestrebte Kariere – Irgendwas mit Psychologie... oder Diktator

Was ist toller am anderen Geschlecht?

039. Lippen oder Augen? – lippen
040. Umarmen oder Küssen? – kommt wohl auf die person an 0o
041. Größer oder Kleiner? - größer natürlich
042. Romantisch oder Spontan? – spontane romanik hat wirklich was. der rest ist mir zu geplant oder zu unberechenbar.
043. Schöner Bauch oder schöne Arme? – grl. arme sind was tolles, bauch is aber dann doch wichtiger.
044. Sensibel oder Laut? – mischung machts
045. Draufgänger oder Zweifler? – Ein Draufgänger der sein Tun aber in Frage stellt

Bist/Hast du schon mal:
046. Einen Fremden geküsst - ja
047. Seifenblasen getrunken – ja
048. Brille oder Kontaktlinsen verloren – oft, aber nie entgültig. solche sachen (aber auch menschen) kommen oft ganz von selbst wieder zu einem zurück.
049. Von Zuhause abgehauen - ja, einmal. hat aber keiner mitbekommen, hat mir aber alles angst gemacht. is nich mal so lange her.
050. Einen Knochen gebrochen – also meine eigenen zumindest nicht
051. Jemandem das Herz gebrochen - ja
052. Festgenommen worden - ne
053. Abblitzen lassen – Ja
054. Geweint, als jemand gestorben ist – im nachhinein ja
055. In einen Freund verknallt gewesen – bestimmt

Glaubst du an:
056. Dich? – ja, weitgehend
057. Wunder? – keine göttlichen.
058. Liebe auf den ersten Blick? – verlieben auf den ersten klar, obs dann liebe wird is zufall
059. Den Himmel? – walhalla
060. Den Weihnachtsmann? – ne
061. Sex beim ersten Date? – omg 0o
062. Küssen beim ersten Date? – kann man shcon, is dann aber wahrscheinlich nichts gscheids.
063. Engel? - Nein

Ehrlich beantworten:
064. Gibt es eine oder mehrere Personen, die du jetzt gern bei dir hättest?
- ja
065. Weiß er/sie davon? – manche schon, andere nicht.
066. Hattest du schon mal mehrere Partner zur gleichen Zeit? – nein, auch nicht einen gleichzeitig
067. Glaubst du an Gott? – jedenfalls nicht an einen der aus einem mythos entstand und dadurch vom menschen geschaffen wurde.

1 Kommentar 19.12.07 22:12, kommentieren

Sinn im weißen Raum

 Ich wachte auf, blickte um mich. Was ich sah war nicht viel, ein kahler Raum, weiße Wände. Ein grau gestrichener Tisch, zwei Stühle im selben Stil. Ich spürte Licht auf meinem Rücken, es kam von hinten, bestimmt grelles weißes Licht, doch ich wagte mich nicht umzudrehen. Ich stand da, mitten im Raum, meine Gedanken sollten ganz irre sein, ich wusste nichts, nur, dass vielleicht etwas passiert ist was mich hier her brachte, doch ich war ganz ruhig. Ich war die Ruhe, ich war Gelassenheit. Mir ging rein gar nichts durch den Kopf. Ich dachte so wenig, dass eine Langweile in mir aufkommen sollte, doch dazu fehlten mir die Emotionen. Ich war ganz emotionslos, hatte kaum Gedanken, keine Gefühle, war wie ein Objekt dem man eine sinnliche Wahrnehmung gab, doch das dann nicht wusste was es damit anfangen sollte. Ich wusste nicht was tun, so stand ich also noch immer da und war recht ratlos. Noch einmal durchstreiften meine Blicke ich den Raum, oder war es eine Zelle? Vielleicht sollte ich mich umdrehen, war mein Gedanke. Es musste ein Fenster auf der anderen Seite sein, irgendwo musste das Licht herkommen, und eine Türe fehlte auf diesen Seiten auch noch. Es war also ganz klar, ein Fenster und eine Türe hatte mich auf der anderen Seite zu erwarten, mehr wohl nicht. Wozu also umdrehen, wenn ich doch bereits wusste was es dort gab, es  machte keinen Sinn. Also blieb ich stehen, überlegte was dann sinnvoll sein könnte, mir fiel nichts ein, doch hier gab es wirklich nicht viel zu sehen. Betonwände wie in einem Krankenhaus, doch dicke fast bedrohlich weiße Wände wie leicht von oben auf mich hereinstürzten, wohl nur eine Einbildung, aber vielleicht eine gewollte Einbildung. Wände wie in einer Psychiatrie? Den Gedanken wollte ich verfolgen, doch auch das schien mir nicht angebracht, wenn überhaupt sollte ich mich fragen wieso ich hier war, ob ich freiwillig hier bin, ob ich in einen normalen Schlaf lag, ob es Betäubung oder Bewusstlosigkeit war, was meine Bestimmung nun sein sollte, und was die Zukunft bringt. Doch dazu hatte ich keine Lust, mir war es nicht egal, doch mir schien es nicht von Notwendigkeit und so verschob ich diese Gedanken auf später. Eine Ratlosigkeit machte sich in mir breit, ich könnte mich bewegen, einfach so um meine Muskeln zu trainieren. Doch wozu meine Muskeln bewegen wenn ich noch nicht wusste ob ich sie überhaupt noch einmal brauchen werde, und selbst wenn ich das wüsste dass ich sie brüchte; wozu allgemeine Muskeln trainieren wo ich gar nicht weiß welche Muskeln die Wichtigsten für dieses „Brauchen“ sein werden? Es ergab keinen Sinn, es wäre verschwendete Kraft. Und so stand ich einige Minuten da, überlegte was nun sinnvoll wäre, worüber ich noch zu wenig wusste als dass ich Theorien dazu aufstellen sollte und so weiter. Ich wollte nur nicht zu vorschnell denken. Nicht riskieren auf eine falsche Gedankenspur zu kommen.


 Irgendwann wurde das Weiß im Raum dunkler, ich nahm das zur Kenntnis und erlaubte mir zwei mir  logisch scheinende Schlussfolgerung zu machen; Nämlich dass es Tageslicht war das in den Raum eindrang und dass Zeit verstricht. Das war ein angenehmes Wissen. Zeit verstreicht, Tageslicht ist hier, es wird dunkler. Ich war zwar beruhigt aber dann gelangweilt zugleich. Und war es überhaupt gerechtfertigt beruhigt zu sein? Ist Normalität so etwas erfreuliches nur weil es bekannt ist, vielleicht gäbe es auch eine bessere Alternative zur Zeit? Ich war dennoch beruhigt, auch wenn ich mir dabei schlecht vorkam. Wollte nicht weiter darüber nachdenken, so fiel mir noch ein dass auch Schwerkraft herrschte, und das sie auf mich wirkte, und dass ich wohl eine Masse hatte, dass ich existierte und der Rest auch. Meine Augen leuchteten auf, ein Lächeln entwich mir. Ich nahm es schnell zurück, und versuchte kein Gefühl für meine Erkenntnisse zu haben. Aber plötzlich hatte ich ein Interesse, ein Interesse mehr zu erfahren und noch mehrere logische Erkenntnisse zu finden, vielleicht sollte ich mich ja doch umdrehen um zu schauen ob.. ob was? Sicherlich, wenn hier Schwerkraft herrscht, dann herrscht sie auch hinter mir. Wenn ich hier Luft atme, dann könnte ich auch dort Luft atmen. Wozu sich also umdrehen wenn doch alles klar ist? Ich dachte nach, angestrengt, ich wollte einen Grund mich umzudrehen, ich hatte einen Willen, angestrengt suchte ich nach etwas was es rechtfertigte mich umzudrehen. Ich konnte nichts finden. Also drehte ich mich nicht um und stand noch ewig dort. Wirklich lange lange war es.

Und dann spürte ich wie die Luft stickiger wurde, wie mein Körper sich erschwerte und wie ich in Trägheit kam, sie zerrte an mir. Ich wollte mich hinlegen, doch es gab keinen Anlass dazu! Erst suchte ich nach Gründen mich hinzulegen, Gründen mit denen ich mich rechtfertigen könnte. Aber mein Denken lies nach, ich verlor schnell meine Gedanken und ich konnte mich nicht darauf konzentrieren. Da ich es nicht mehr schaffte nachzudenken, beschloss ich damit aufzuhören, bewusst nicht nachdenken fand ich gut. Besser als mit Willen nachzudenken und feststellen dass es nicht geht. Statt dessen widmete ich also meine Kraft nur dem meinem körperlichen Willen sich hinzulegen zu entkommen. Ich durfte mich nicht hinlegen, unter keinen Umständen. Mein Blickfeld wurde immer etwas enger, kaum merkbar, doch als ich nach einer Weile daran dachte merkte ich den Unterschied. Es war wirklich enger geworden, außerhalb davon war es grau. Wieso eigentlich durfte ich mich nicht hinlegen und wieso nicht umdrehen? Ich wusste es gar nicht mehr, doch ich wusste auch, dass es wohl einen Grund dafür gab, dass ich einst besser nachdenken konnte und dass ich es jetzt nicht mehr fähig dazu war. Aber all das sollte nicht umsonst gewesen sein, ich wusste zwar nicht was ich da dachte, doch einen Grund gab es sicherlich, ich hatte ja darüber nachgedacht! Mein Oberkörper drückte in meine Beine, meine Glieder schmerzten und der körperliche Drang einfach zusammenzusacken war schrecklich groß, ah, und jetzt schmerzte es nicht nur meinem Körper, es griff auch meinen Geist an. Mein Körper zwang meinen Geist an seine Schmerzen zu denken, er zwang ihn daran zu denken wie sehr ich mich eigentlich hinlegen wollte. Und einen Moment dachte ich daran nachzugeben, mich einfach nieder zu senken. Doch ich konnte mich noch beherrschen. Und dann hasste ich meinen Körper, dafür dass es so stark war meinen Geist zu beeinflussen. Und meinen Geist hasste ich dafür dass er so bestechlich war, oh, wieso konnten sie sich nicht einigen? Die Willenskraft meines Geistes wurde immer kleiner, sie wurde von der Kraft meines Körpers verdrängt, so sehr verdrängt dass ich schon bald nicht mehr wusste worauf ich nun hören sollte. Und dann hasste ich mich, dafür dass ich den Glauben an die Priorität meiner geistigen Willenskraft schon fast verloren hatte, dafür dass es mir lieber wäre Körper und Geist seien in Einklang, ganz egal welcher der beiden nun das richtige wollte. Ja die Wahrheit sie wurde mir egal, ganz egal war sie mir! So verdammt egal. Nur den Konflikt wollte ich nicht haben, da er so schmerzhaft war und an mir zerrte. Der Konflikt war das einzige was mich noch kümmerte, ich wollte ihn nicht mehr haben, doch er war da, die Unübereinstimmung meines körperlichen und meines geistigen Willens war so sehr fortgeschritten dass es fürchterlich grauenvoll war. Ich stand ja noch alleine da, wieso kam denn keiner um mich aus diesem Horror zu befreien? Nervös schaute ich um mich, eine Hysterie brauch in mir aus, ich wurde zitterig, doch ich durfte mich verdammt noch mal nicht bewegen, meine Augen tränten, Wasser schoss aus ihnen heraus, mein Blick traf meine Hände, Die Haut war rot verfärbt und die Adern die man sonst nicht einmal schwach leuchten sah stochen dunkelblau heraus. Mein Körper war in einer derartigen Anstrengung, mein Geist wollte ihn erstarren lassen und der Körper wollte sich wehren, er wehrte sich mit enormer Kraft, das spürte ich überall, sie zerfraßen sich gegenseitig. Und das griff meinen Geist an, er wollte sich wehren. Er wehrte sich mit dem letzten Wahnsinn und ein lauter unkontrollierter Schrei löste sich. Ein lauter lauter Schrei beendete all meine Qual, die Anspannung war vorüber, mein Schrei brach die Stille die ihre Aufmerksamkeit eben noch auf den Kampf mit mir selbst gerichtet hatte. Und als ich genug und lange geschrien hatte, da verstummte ich wieder, ich stand noch still. Der Schrei aber hatte alles geändert, er war der Sieg meines Körpers Willen, und das zerstörte meinen Geist so dass er zusammenbrach, mein Körper hatte keine Angriffsfläche mehr, und so brachen wir alle zusammen, wir brachen zusammen und kauerten auf dem Boden, ich hatte verloren, mein Geist hatte verloren, mein Körper, wir hatten alle verloren, das war noch schmerzhafter als die Uneinigkeit davor. Es war grausam. Und da lag ich halbtot auf dem Boden, resigniert und völlig denkunfähig. Und ich spürte sehr intuitiv dass nun ich sterben werde, empfand das weder als Entlastung noch als etwas Schlechtes oder Gutes. Und dann fiel mir noch auf dass ich meine eigentlichen Fragen, die wo ich bin und wie ich hier her kam nicht beantwortet hatte. Der Sinn den ich in jeder meiner Handlungen suchte hielt mich auf, das Sinnsuchen im Unsinn hatte mich getötet. Und dem war ich auch noch bewusst, es war ein unbefriedigender Tod, zumal ich ja noch lebte und ich mich nun endlich umdrehen wollte um zu schaun was denn nun da hinter mir war, doch ich war nicht im Stande dazu, denn ich war schon tot, die Möglichkeit war vorbei! Ich kauerte noch ewig vor mich hin, und dann war es wirklich vorbei...

 

13.12.07 16:22, kommentieren